Tipps & Tricks

Wenn Sie Weinreben im Garten pflanzen möchten, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese auch viel Pflege benötigen.

Weinreben verbreiten irgendwie immer ein südliches Flair. Wer sich genau dieses in den Garten holen möchte, für den haben wir hier 7 Weinreben-Sorten, die sich für den Gartenanbau eignen.
Der Anbau von Weintrauben im eigenen Garten wird hierzulande immer beliebter. Wenn Sie einen vollsonnigen Standort und lockeren Boden anbieten können, dann steht der Traubenlese auch nichts im Weg. Ist der Entschluss gefallen, dass demnächst nun auch Weinreben den Garten zieren sollen, bleibt nur noch eine Frage zu klären: Welche Weinrebensorten gibt es bzw. welche eignen sich für den Anbau im Garten?
Im Handel finden Sie eine riesengroße Auswahl an Traubensorten. Da kann die Entscheidung für eine Sorte schon mal etwas schwer fallen. Um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, stellen wir Ihnen nachfolgend einmal ein paar Weinrebensorten vor, die sich besonders gut für den Gartenanbau eignen.

7 Weinrebensorten für den Gartenanbau

1. „Muskat bleu“ (Muscat bleu, Blauer Muskateller)


verschiedene Traubensorten
verschiedene Traubensorten

➤ Standort:

Diese Züchtung stammt aus der Schweiz und gehört zu den populärsten Rebsorten in privaten Gärten. Die Sorte ist resistent gegenüber Mehltau und kann sowohl an einer West- oder Südostwand als auch frei stehend oder als Pergolabegrünunggepflanzt werden. Die Sorte braucht einen vollsonnigen Standort, jedoch muss dieser vor Wind geschützt sein.

➤ Trauben:

Das Laub färbt sich im Herbst gelb, die Blühfestigkeit ist nur mittelmäßig. Frühestens ab dem zweiten Standjahr werden Trauben gebildet, manchmal auch erst im dritten Jahr. Im Hochsommer bringt der Weinstock blaue, süße Beeren hervor. Die Muskat bleu ist sehr arm an Kernen und die Schale ist schön kräftig, so dass Wespen es bei dieser Sorte nicht so leicht haben. Die Ernte kann teilweise schon ab Ende August erfolgen. Lesetipp:Weintrauben ernten – und das gleich drei Mal

2. „Phoenix“ (Phönix)

➤ Standort:

Diese Sorte war ursprünglich für die Weinbereitung gedacht, ist aber auch eine gute Pflanze für Tafeltrauben. Diese Rebsorte ist sehr stark wüchsig und auch robust und bietet sich vor allem für Wände an, die nach Westen oder Südosten ausgerichtet sind. Sie können sie aber nicht nur an Wänden oder Mauern platzieren, sondern auch frei stehend einpflanzen. Was den Boden angeht, so ist die Weinrebensorte Phoenix anspruchslos. Sie liefert hohe Erträge, ist blühfest und ist nicht anfällig für Pilzerkrankungen.

➤ Trauben:

Das Laub nimmt im Herbst eine schöne gelbe Farbe an und ab dem zweiten oder dritten Standjahr können Sie mit den ersten Trauben rechnen. Der Wuchs der Trauben ist sehr kompakt, weshalb Sie aufpassen müssen, dass sie sich nicht gegenseitig zu sehr drücken. Es werden sehr viele Früchte angesetzt, weshalb Sie gerade beim Spalieraufbau acht geben müssen, dass die Last nicht zu groß wird.
Die Beeren haben einen süßen Geschmack mit Muskataroman und nur wenig Kerne. Etwa Anfang September können Sie die Trauben ernten. Ist die Witterung sehr feucht, dann sollten Sie allerdings lieber früher ernten, da sonst die Beeren aufplatzen und faulen könnten.

3. „Birstaler Muskat“ (Birchstaler Muskat“)

➤ Standort:

Besonders resistent gegenüber Pilzerkrankungen ist diese Sorte. Deshalb können Sie sie auch gut in Gebieten mit überwiegend feuchter Witterung, wie zum Beispiel in Norddeutschland, anbauen. Diese sehr hohe Pilzresistenz prädestiniert sie auch für den Anbau in Weinbaugegenden, wo Mehltau sehr häufig vorkommt. Diese gute Eigenschaft lässt es auch zu, die Trauben unter einem Folienzelt oder unter Glas zu kultivieren. Auch die hohe Blühfestigkeit ist überzeugend – auch für weniger geschützte Lagen ist die Birstaler Muskat deswegen gut geeignet.

➤ Trauben:

Wenn die Beeren ab Ende September reif sind, können Sie sie noch recht lange am Rebstock belassen. Spätestens ab dem dritten Jahr werden lockerbeerige Trauben gebildet, die durchaus sehr groß sein können. Der Ertrag an gelben, mittelgroßen Beeren ist dann sehr hoch. Die kernarmen Früchte schmecken schön süß und haben ein feines Muskataroma. Um die Reife zu fördern, sollten Sie die Pflanzen direkt nach der Blütezeit ausdünnen, so dass pro Trieb nur noch ein oder zwei Trauben vorhanden sind.

4. „Regent“

➤ Standort:

Diese Sorte ist ursprünglich eine Kelterrebe. Sie eignet sich bedingt jedoch auch als Tafeltraube. Die Pflanze platzieren Sie am besten an einer nach Westen oder Südosten ausgerichteten Hauswand in der prallen Sonne. Aufgrund der geringen Größe können Sie diese Traubensorte sogar auch im Kübel anbauen. Lesetipp: Weinreben pflanzen – Schritt für Schritt erklärt
Die Rebe ist mittelstark wüchsig aber sehr robust. Echtem Mehltau trotzt sie, anfällig ist sie dagegen für den Falschen Mehltau. Die Blühfestigkeit ist mittelmäßig, dafür ist sie sehr widerstandsfähig gegenüber Frost, da die Beeren recht klein sind. Im Herbst färbt sich das Laub teilweise rot.

➤ Trauben:

Sie sollten die Pflanzen mit viel Wasser versorgen, denn dann werden die Früchte etwas größer. Diese erscheinen in der Regel ab dem zweiten bis dritten Standjahr. Die blauen Beeren, die etwa ab Mitte September geerntet werden können, haben dann einen fruchtig-süßen Geschmack und eine dicke Schale.

5. „Palatina“

➤ Standort:

Bei der Sorte Palatina handelt es sich um eine sehr pilzresistente und stark wüchsige Tafeltraube. Sie eignet sich für eine sonnige Wand in Richtung Westen bis Südosten aber auch zur Einzelpfahlerziehung oder zum Begrünen von Zäunen oder Pergolen. Sie ist sehr robust und überzeugt durch ihre gute Blühfestigkeit und ihre schönen Früchte.

➤ Trauben:

Ab dem zweiten oder dritten Standjahr bringt sie mittelgroße Trauben hervor. Die grün-gelben Beeren mit leichtem Rot-Einschlag haben einen vollsüßen, fruchtigen Geschmack und sind kernarm. Bei dieser Weinrebensorte können Sie in der Regel mit einem regelmäßigen, hohen Ertrag rechnen. Ab etwa Anfang September ist die Ernte möglich. Sie können die Trauben aber ruhig noch drei weitere Wochen am Rebstock hängen lassen.

6. „Theresa“

➤ Standort:

Bei dieser Sorte handelt es sich um eine ungarische Züchtung, die spät reift und sehr große Beeren hervorbringt. Der Standort sollte vollsonnig und gut geschützt sein, eine Süd- bis Westwand wäre ideal. Für den freien Stand ist sie nur an windgeschützten, vollsonnigen Stellen und einer Höhe von maximal 150 m NN geeignet.

➤ Trauben:

Die Beeren werden erst sehr spät reif, somit müssen Sie kaum einen Wespen-Anflug befürchten. Ab dem zweiten oder dritten Standjahr erscheinen die sehr großen Trauben mit einer Länge von bis zu 30 cm. Die gelbgrünen, kernarmen Beeren sind säuerlich-süß bis vollsüß und verbessern ihren Geschmack noch während der Reifung. Die Genußreife ist erst zwischen Mitte September und November erreicht.
Sie sollten die Früchte voll ausreifen lassen. Eventuell ist auch eine Vor-Ernte oder ein Ausdünnen notwendig, denn nur so können die übrigen Trauben optimal ausreifen. In den ersten Jahren kann der Fruchtansatz auch so enorm sein, dass Sie die Weinreben ausdünnen müssen, um die Last auf den Pflanzen zu mindern. Im frühen Sommer können auch zusätzliche Wassergaben notwendig sein.
Da die Reife erst sehr spät einsetzt, sind die Pflanzen empfänglich für Sonnenbrand und Beerenwelke, vor allem bei hohen Temperaturen. Möchten Sie die Traubenzone etwas Entblättern, so darf dies nicht vor dem Spätsommer erfolgen, und dann auch in mehreren Etappen. Ab August sollten Sie die Pflanzen nicht mehr wässern, sonst könnten die Beeren aufplatzen.

7. „Esther“

➤ Standort:

Ebenfalls aus Ungarn stammt die pilztolerante Sorte Esther. Sie lässt sich auch in weniger optimalen Lagen anbauen, da die Früchte relativ früh reif sind. Da dies Sorte zum Verrieseln neigt, sollten Sie einen windgeschützten Standort auswählen. Diese Rebsorte ist mittelstark wüchsig, aber sehr frosthart.

➤ Trauben:

Die dunkelblauen Beeren sind fast kernlos und haben einen besonders milden Geschmack. Das kann jedoch dazu führen, dass sich Wespen gerne an den Beeren vergreifen. Die Trauben erscheinen ab dem zweiten oder dritten Jahr. Die Ernte ist meistens schon ab Ende August möglich. Im Herbst färben sich die Blätter übrigens intensiv rot.

Wichtig: geschützte Sorten nicht weitervermehren

Es gibt einige Weinrebensorten, die geschützt sind und deshalb nicht weitervermehrt werden dürfen. Aus unseren aufgezählten Sorten gehören diese dazu: Phoenix, Birstaler Muskat, Palatina, Theresa und Esther.


Der Rückschnitt

Nicht nur im Weinberg, sondern auch im heimischen Garten ist ein regelmäßiger Rückschnitt notwendig, um die Reben zu erziehen. Sie beeinflussen dadurch nicht nur die Form, sondern fördern dadurch auch das Wachstum und den Ernteertrag. Sie müssen jedoch das Früchte-tragende Holz auch an der korrekten Stelle kappen. Viele Hobbygärtner sind sich gerade bei diesem Punkt unsicher. Sie wissen nicht wie viel und zu welchem Zeitpunkt sie schneiden sollen.
Grundsätzlich können Sie auch ohne Schnitt leckere Trauben ernten. Allerdings schützen Sie die Pflanzen durch das Schneiden auch vor Pilzerkrankungen (Lesetipp: Krankheiten an Weinreben – 3 Krankheiten). Deshalb sollten Sie sämtliche Rückschnittvarianten bei Weinreben kennen.
So werden Weinreben richtig geschnitten
der Hauptschnitt:
Rückschnitt einer Weinrebe
Am besten nehmen Sie den Hauptschnitt im März vor. Allerdings sollten Sie erst schneiden, wenn die Rebe aufgebaut und richtig erzogen ist. Schneiden Sie das Fruchtholz dann so dicht wie möglich am alten Holz ab. Dabei sollten Sie von dem Ast hinter der letzten Knospe etwa zwei Zentimeter stehen lassen.
Wichtig:
Das Werkzeug muss beim Schnitt immer scharf und absolut sauber sein. So verhindern Sie, dass die Triebe gequetscht werden. Des Weiteren setzt man beim Schnitt immer schräg an, damit eventuell austretendes Blut nicht auf die darunter liegenden Knospen gelangen kann.
der Winterschnitt:
Den Winterschnitt sollten Sie spätestens Anfang März, besser jedoch im Februar, vornehmen. Kümmern Sie sich später um den Schnitt, so ist der Pflanzensaft schon in die Triebe gestiegen, wodurch es dann zum „Verbluten“ kommen könnte. Und dies wiederum schwächt die Pflanzen enorm.
Beim Winterschnitt werden die dünnen, langen Triebe aus dem Vorjahr abgeschnitten. Diese sind in der Regel rotbraun oder leicht gelblich gefärbt. Diese Triebe schneiden Sie bis auf vier Knospen zurück. Von den dicken Trieben aus dem Vorjahr müssen immer fünf bis sieben Stück übrig bleiben, um ein Gerüst zu bilden. Diese werden angezeichnet, die übrigen schneiden Sie am nächsten dicken Trieb ab. Dabei sollte kein Zapfen übrig bleiben. Haben Sie die Weinrebe so beschnitten, ist nur noch rund ein Zehntel von der ursprünglichen Rebe übrig.
Für den Feinschnitt sollten Sie alle anderen Triebe im unteren Bereich auf zwei bis drei Knospen einkürzen. Die oberen Triebe lassen Sie einfach unverändert. Sollten sich am alten Holz wilde Triebe befinden, so entfernt Sie diese auch noch.
das Ausbrechen im Frühling:
Bis zum Frühling sind die neuen Triebe bis zu 30 cm lang geworden. Dann ist es Zeit für das so genannte Ausbrechen. Zu dieser Zeit können auch Laien noch gut sehen, was genau nun entfernt werden muss. Fassen Sie die betreffenden Triebe an der Basis an und reißen Sie diese einfach ganz vorsichtig heraus. In den kommenden Monaten könnte es notwendig sein, noch ein paar weitere Triebe auszubrechen.
Auf jeden Fall ausbrechen müssen Sie die Wasserschosse und diejenigen Triebe, an denen kein Blütenansatz zu erkennen ist. Ein neuer Trieb in der Nähe des Stammes muss allerdings unbedingt erhalten bleiben. Kommen aus einer Knospe mehrere Triebe, so sollten Sie nur denjenigen lassen, der am meisten Fruchtansätze aufweist.
der Sommerschnitt:
Einen Schnitt im Sommer benötigt es nur, wenn Sie wert auf sehr gepflegte Spaliere legen, oder wenn Sie besonders hochwertige Tafeltrauben im Garten anbauen.
Es gibt sehr starkwüchsige Rebsorten, bei denen vor allem in den ersten Standjahren eine große Menge an langen Trieben ausgebildet wird. Anfangs ist das in Ordnung, doch irgendwann hat der Rebstock einfach zu viele Blätter. Durch das Kürzen wird die Weinrebe jedoch mehr Geiztriebe bilden, die dann sehr lang werden können. Sind die Reben noch jung, so sollten Sie sie stehen lassen. Nur bei älteren Pflanzen sollten Sie sie entfernen.
Verzichten Sie auf den Sommerschnitt, so werden die Reben buschiger. Möchten Sie also ein schönes Spalier, so sollten Sie im Sommer schneiden. Außerdem haben Sie dann im Winter wesentlich weniger Arbeit mit dem Rückschnitt.
Damit die Sonne besser an die Trauben gelangen kann, sollten Sie bei dieser Gelegenheit auch Blätter entfernen, die Trauben verdecken. Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie nicht allzu viele Blätter entfernen, denn sonst könnte ein Sonnenbrand drohen. Durch das Entlauben der Traubenzone können Sie auch einen Schimmelbefall vorbeugen, da die Früchte bei feuchter Witterung schneller abtrocknen können.
der Verjüngungsschnitt:
Ein Weinstock kann sehr alt werden. Doch wenn Sie keinen Verjüngungsschnitt vornehmen, so bleibt irgendwann der Ertrag aus. Alle paar Jahre wird deshalb auf einen stammnahen, aufrecht wachsenden Wasserschoss verjüngt. Kürzen Sie diesen Trieb, wachsen aus den übrig gebliebenen Knospen neue Fruchttriebe.
der Auslichtungsschnitt:
Hat eine Rebe kranke Blätter oder sehr viele schwache oder gar abgestorbene Triebe, so steht ein Auslichtungsschnitt an. Das ist jedoch meistens nur bei Weinreben der Fall, die Sie vorher nicht regelmäßig gepflegt haben.

Schneiden Sie am besten Anfang März, wenn die Pflanze noch keine Blätter hat. Kürzen Sie dabei zunächst die dicken Stammarme. Ist deren Anzahl sehr hoch, so sollten Sie ein paar davon komplett entfernen. Anschließend müssen Sie noch einen großen Teil der dünnen Seitentriebe entfernen, so dass nur ein paar verholzte Triebe aus dem Vorjahr am Stammgerüst übrig bleiben.


Das Düngen


Sie sind nicht nur eine Zierde an jeder Hauswand oder im Spalier, sie bringen auch leckere Früchte hervor: Weinreben. Allerdings gedeihen sie nur gut, wenn Sie sie richtig düngen.
Düngemittel
Düngemittel
Weinreben brauchen einiges an Pflege, damit sie gesund bleiben (sprich also keine Krankheiten an den Weinreben entstehen) und eine reiche Erntehervorbringen. Neben einem regelmäßigen Rückschnitt gehört zu den Pflegemaßnahmen auch das Düngen. Der Nährstoffbedarf der Weinreben ist nämlich sehr hoch. Das liegt daran, dass sie jedes Jahr stark zurückgeschnitten werden. Aus diesem Grund sind regelmäßige Düngergaben unverzichtbar.
Düngen sollten Sie am besten mit einem organischen und einem mineralischen Dünger. Würden Sie lediglich einen organischen verabreichen, so könnte es zu einem Mangel an bestimmten Nährstoffen kommen.
Wichtig:
Weinreben brauchen neben Kalium und Stickstoff vor allem auch Bor, Eisen, Magnesium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Phosphat und Zink. Um den Dünger richtig auswählen zu können, sollten Sie alle vier bis sechs Jahre den Boden analysieren lassen.

Wann und wie werden Weinreben gedüngt?

➤ Erste Düngung im Frühjahr:

Das Hauptwachstum der Reben beginnt im April. Dann brauchen die Weinreben einen Volldünger, der reich an Stickstoff ist. Zusätzlich sollten Sie den Pflanzen einen organischen Dünger, zum Beispiel in Form von Kompost oder Stallmist, gönnen. Der Kompost reichert den Boden mit Nährstoffen an, wovon die Reben dann bis in den Herbst hinein zehren können. Außerdem wird die Struktur des Bodens durch die Kompostgabe verbessert und Faktoren wie Feuchtigkeit, Sauerstoffgehalt und Wärme werden positiv beeinflusst.

➤ Zweite Düngung im Herbst:

Im September ist es dann Zeit für die zweite Düngung der Weinreben. Zu diesem Zeitpunkt brauchen die Pflanzen vor allem Kali, denn das Kalium hilft beim Ausreifen des Holzes und verhindert Frostschäden. Wohnen Sie in einem Gebiet mit überwiegend trockener Witterung, so sollten Sie eine Mulchschicht aufbringen, um Feuchtigkeit besser im Boden zu halten. Auch sie sorgt für eine Verbesserung der Bodenstruktur und schützt die wichtigen Lebewesen im Boden. Zudem unterdrückt die Mulchschicht auch das Wachstum von Unkräutern.
Als Mulch können Sie entweder Rindenmulch, Stroh oder Rasenabfall nutzen. Regnet es ausreichend, so können Sie alternativ dazu auch eine Klee-Gras-Mischung aussäen.

Wenn Sie Weinreben vermehren möchten, so ist das grundsätzlich kein Problem. Doch in der Praxis müssen Sie aufpassen. Es gibt Gesetze, die die Vermehrung von Reben genau regeln.
Weinreben-Steckling
Weinreben-Steckling
In Deutschland dürfen Weinreben nur auf Unterlagen veredelt werden, die resistent gegenüber der Reblaus sind. Unveredelte Pflanzen dürfen Sie also nicht auspflanzen. Und daran sollten Sie sich auch unbedingt halten, denn machen Sie das nicht, müssen Sie mit einer sehr hohen Strafe rechnen! In Weinbaugebieten kann das Pflanzen von nicht reblausresistenten Pflanzen nämlich fatale Folgen haben. Und daran möchten Sie doch sicherlich nicht schuld sein. (Lesetipp: Krankheiten an Weinreben – 3 Krankheiten)

Neue Züchtungen sind reblausresistent

Weinreben können Sie entweder über Ableger oder Stecklinge vermehren. Mit Sämlingen sollten Sie hingegen keine Vermehrung wagen, denn sie spalten häufig extrem auf. Das Vermehren über Stecklinge ist generell die beste Methode, denn spezielle Fachbetriebe ziehen durch umständliche Verfahren extra dafür schon Stecklinge heran, um das Problem mit der Reblaus einigermaßen in den Griff bekommt.
So werden mittlerweile z.B. europäische und amerikanische Sorten miteinander gekreuzt. Das liegt daran, dass die europäischen Weinreben an den Blättern keine Rebläuse aufweisen, die amerikanischen dagegen nicht an den Wurzeln. Durch gezielte Züchtung möchte man also diese beiden positiven Aspekt verbinden und möglichst reblausresistente Sorten erhalten. Es werden also die Triebe der europäischen Sorten auf die verholzten Triebe der amerikanischen Sorten gepropft.

Anleitung zur Vermehrung von Weinreben durch Stecklinge

➥ Schritt 1:

Möchten Sie Weinreben über Stecklinge vermehren, so ist das ein ganz leichtes Unterfangen. Sie können Regen aus bereits vorhandenen gewinnen oder vielleicht bekommen Sie ja auch von Ihrem Nachbarn oder einem Bekannten auf diese Weise eine weitere Sorte für Ihren Garten. Trennen Sie nach dem Schnitt einfach einige junge Triebe ab, die etwa drei bis vier Knoten haben.

➥ Schritt 2:

Schneiden Sie anschließend den unteren Teil der Steckhölzer schräg ab und tauchen Sie diese Triebe kurz in spezielles Bewurzelungspulver.

➥ Schritt 3:

Pflanzen Sie die Stecklinge anschließend gleich ein. Am besten in eine Mischung aus Humus und Sand (1:1). Zwei Knoten müssen nach dem Einsetzen aus dem Untergrund herausschauen.

➥ Schritt 4:

In den folgenden Tagen müssen Sie nun stets darauf achten, dass Sie die Erde schön gleichmäßig feucht halten. Die Stecklinge sollten sich dann sehr schnell bewurzeln.
Nun müssen Sie nur noch bis zum Herbst abwarten. Dann sollten die Wurzeln gut genug ausgebildet sein, um die Pflanzen in den Garten umzusetzen.

Krankheiten an Weinreben – 3 Krankheiten


Besonders an Weinreben treten drei hartnäckige Krankheiten auf, die eine Ernte zunichte machen können. Welche drei Krankheiten an Weinreben das sind, erfahren Sie hier.
Weinreben regelmäßig kontrollieren
Damit die folgenden Krankheiten nicht bei IhrenWeinreben ausbrechen und dementsprechend auch nichts weiter passiert, sollten Sie die Reben regelmäßig kontrollieren. Hier nun die drei häufigsten Krankheiten an Weinreben.
Krankheiten an Weinreben – 3 Krankheiten
  1. Roter Brenner: Diese Krankheit zeigt sich zuerst an den Blättern – und zwar durch Flecken. Diese verfärben sich bei roten Weinsorten rot, bei weißen Sorten hellgrün bis gelb. Befallene Bereiche werden schließlich braun und vertrocknen.
  2. Echter Mehltau: Der weiße, mehlige Belag zeigt sich sowohl an den Blättern (oben wie unten) als auch an den Früchten. Blätter fallen schließlich ab, die Früchte vertrocknen. Dabei platzen die Früchte auf und legen die Kerne frei.
  3. Falscher Mehltau: Auf den Blättern bilden sich gelbe, durchscheinende Flecken, die sich schließlich braun färben. Das Blatt stirbt ab. Zudem tritt ein weißer Pilzrasen auf den Blattunterseiten auf. Und auch die Trauben können vom Schimmel befallen werden.
In allen drei Fällen sollten die Äste ausgedünnt werden, um mehr Licht und Luft hinzulassen. Bei Befall kommen Sie um Mittel wie Pilzfrei nicht herum. Fragen Sie hierzu im Fachgeschäft nach.


Blauregen will nicht oder nur spärlich blühen – was tun?

Blauregen blüht außergewöhnlich üppig, wenn sein Standort gut gewählt ist und er regelmäßig bewässert sowie geschnitten wird. Veredelte Pflanzen blühen früher.
Herrlich blüht der Blauregen an einer alten Fassade.
Der Blauregen (Wisterie) erfreut sich als „Fassadenkletterer“ großer Beliebtheit. Gerade im Sommer, wenn er mit seinen lila- oder blauweißen Blütenrispen das Grün der Fassade verzaubert, ist er eine außergewöhnliche Augenweide.
Umso größer ist die Enttäuschung, wenn der Blauregen kümmert und nur wenige oder gar keine Blüten hervorbringt. Es gibt verschiedene Ursachen für eine Blühmüdigkeit beim Blauregen.

Hier 4 Tipps, wie Sie blühmüden Blauregen von vornherein wirksam entgegenwirken können:

1. Der Standort sollte warm und trocken sein
Der Blauregen bevorzugt einen sonnigen, warmen Platz. Ist der gewählte Standort zu schattig und kühl, dann blüht er nicht oder er bildet eben nur spärliche Blüten aus. Ratsam ist es daher, vorab zu überlegen, wo Kletterer am Haus oder im Garten optimal platziert wird, wenn er im Sommer seine Blütenpracht voll entfalten soll.

2. Blauregen mag feuchte Füße
Ist der bestmögliche Standort für die Wisterie gefunden, bekommt sie dort auch ihren Stammplatz. Der Blauregen mag „feuchte Füße“, zum einen für seinen Wuchs und zum anderen aber für eine ansehnliche Blüte.
Sie sollten deshalb nicht zu sparsam gießen. Ganz wichtig ist es im heißen Sommer. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass keine Staunässe entsteht

3. Regelmäßiger Rückschnitt macht blühfreudig
Ein regelmäßiger Rückschnitt animiert den Blauregen, auch künftig zuverlässig und reichhaltig zu blühen. Die Blütenrispen werden an den Kurztrieben gebildet. Sind die Zweige zu lang, bleibt die Blüte aus. Manchmal hilft auch ein zweiter Sommerschnitt. Eingekürzt wird die Kletterpflanze erstmals im Juli. Im August kann man nochmals junge Triebe bis auf 3 Blätter zurückschneiden. Damit bündelt die Pflanze ihre Energie für die Blütenbildung.
Veredelte Pflanzen im Vorteil
Zur genüge spendet der Blauregen Samen nach seiner Blüte. Einige Hobbygärtner sind leicht geneigt, Jungpflanzen daraus keimen zu lassen. Aus Samen gezogener Blauregen hat nur einen mäßigen Blüherfolg. Es dauert Jahre, bis er blüht. Wenn er dann über die Zeit hinweg Blüten trägt, sind diese eher spärlich.
Wer sich aber schon bald nach der Pflanzung auf eine Blütenpracht freuen möchte, dem sei zu empfehlen, veredelte Pflanzen des Blauregens aus der Gärtnerei zu erwerben.

1 Kommentar:

  1. Sehr gut zusammengefasst. Wir haben auch einiges im Urlaub, in einem speziellen Weinhotel über die Traubenernte gelernt, wer mit so viel Liebe dran geht, das lohnt sich wirklich sehr.

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